1:42 Umtausch ausgeschlossen



| Lasche entfernen – Auflegen auf Modulplatz 1 / Auflegen auf Modulplatz fix – (Anzählen) – Aufnehmen / Abspielen – (Test) – Modul 2 auf Modulplatz fix / Schnitt / Kleben / Modulplatz 1 auf Modulplatz 2 :||


Aufnahme und Wiedergabe aufgezeichneter Multiplikationen von Klang und Klang im Mehrklang regelmäßiger Intervalle. Über und über. Mit Marie Yamanaka (Viola) und Heiko Maschmann (Kontrabass).





»1:42 Umtausch ausgeschlossen« / Künstlerhefte der Muthesius Kunsthochschule, Band #21 / Konzept: Torben Laib und Evelyn Solinski / Projektbetreuung: Prof.in Annette le Fort, Prof.in Elisabeth Wagner / Erste Auflage: 42 Stück / Herausgegeben von Raum der Publikation, Muthesius Kunsthochschule (Kiel) / Photos: Katrin Maschmann

Vor Haupt Nachspeise



Die Publikation erscheint anlässlich des Work-in-Progress-Projekts »Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise«, das von 2012 bis 2016 im Betriebsrestaurant des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin statt fand.


Katrin von Lehmann aß regelmäßig im Institut zu Mittag. Zusammen mit Juliane Laitzsch und Eva-Maria Schön entwickelten sie die Idee künstlerische Arbeiten mit Gesprächen sowie Laborbesuchen mit den Wissenschaftlern zu verbinden. Auf einer Pinnwand positionierten die Künstlerinnen Teile ihrer Arbeiten, schichteten, positionierten und schichteten. Sie entschlossen sich zu zwei weiteren Pinnwänden und führten ihre Arbeiten darauf fort. In Fragestellungen, die aus der Prozessualität ihres Tuns resultierten, formulierten die Künstlerinnen Beobachtungen und Erfahrungen.


Sowohl Detailaufnahmen, dokumentarische Aufnahmen, Arbeiten der Künstlerinnen im Rahmen des Work-in-Progress-Projekts, als auch Beiträge der Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts Peter Arndt und Sebastiaan Meijsing sind in der Publikation gesammelt.

In einer 2-fachen Leporellofalzung mit Drahtheftung im zweiten Falz erfährt der Leser die mehrschichtigen Arbeiten und lernt in variablen Seitenkombinationen unterschiedliche Erzählstränge der Arbeiten kennen.





»Vor Haupt Nachspeise« / Publikation 2017 / Herausgegeben von Juliane Laitzsch, Katrin von Lehmann, Eva-Maria Schön / DOWN WITH ART! (Potsdam) / Gefördert durch Max-Planck-Institut für molekulare Genetik und Schering Stiftung / font: Meta black / Auflage: 300 Stück / ISBN 978–3–9815579–3–0

Alles von allem — nur einmal



»Sicher. Das Gewollte wird Gewebe, zum Zeichen einer Spur, die verzeichnet. Unter dem Garn hindurch nach oben heraus, gezogen zum Gewollten. Spannend. Hinein, heraus. Im Gedächtnis das Vorige. Zeichen um Zeichen um das Wort herum, wieder hinein in Zeichen um Zeichen zum Wort heraus in Zeichen hinein. Unterziehen, Überfüllen. Im Füllen ein Fühlen, das nichts erzählt. Im Bewegen eine Spur. Im Gefühlten die Spur des Satzes, der schon füllt bevor er verzeichnet, da er selbst – wie gewollt – Zeichen ist.«


Webend werden Aphorismen des Mathematikers Georg Christoph Lichtenberg untersucht: In diesem körperlichen Akt fasst die Gestalterin nicht nur Satz für Satz einer Auswahl seiner Sudelbücher an, sondern bewegt sich gestisch in der Satzstruktur, begleitet von der Frage nach einer Beschaffenheit des Satzes. Was weiß der Körper vom Lesen und Schreiben?

Die alphabetische Reihenfolge der Hefte und chronologische Nummerierung innerhalb der lateinischen Zeichen dienen als Vorlage für die Anordnung der vertikalen Kettfäden auf den Webkarten.

Inspiriert von Lochkarten, die für Webstühle wie eine Art sprachliche Anleitung funktionieren, wird dieses Notationsprinzip einer Webschrift in einer alphanumerischen Konstellation angewandt. Den in der Mappe ((A1)(L645)) gesammelten Lochnotationen sind die ursprünglichen Verweise chronologisch zugeordnet.





»Alles von allem — nur einmal « / Gewebte und gelochte Gedanken aus Lichtenbergs Sudelbüchern / 109 Webkarten / Material: Kettfäden aus Buchbindegarn, Wolle auf Karton / ((A1–L645)) / Archivmappe mit 109 Karten / Material: Pretex 120 g/qm / Masterthesis / Sommersemester 2016 / Betreut von Prof.in Annette le Fort, Prof. André Heers, Prof. Oswald Egger, Prof.in Dr. phil. habil. Petra Maria Meyer / fonts: Webschrift / Lochnotation, DTL Paradox

Nichts



Die Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung »Nichts«, die im Februar 2016 im Atelierhaus im Anscharpark, Kiel stattfand. Sie enthält Beiträge von Antje Majewski, Arne Zerbst, Sophie Reinhold und den Studierenden der Malereiklasse der Muthesius Kunsthochschule, die sich auf vielfältige Weise dem Thema »Nichts« annähern.

Die Publikation führt den Leser in Buchform in 84 Seiten durch die Ausstellung. Einführende und beschreibende Textbeiträge ermöglichen eine theoretische Annäherung an die Kunstwerke. Zugleich hat der Leser die Möglichkeit, die Abbildungen der Kunstwerke auch ohne Text auf sich wirken zu lassen.





»Nichts« / Publikation 2016 / Entstanden in Zusammenarbeit mit Jian Haake / Herausgegeben von Antje Majewski, Raum der Publikation, Muthesius Kunsthochschule (Kiel) / fonts: DTL Paradox, Myriad Pro / Auflage: 300 St. / ISBN 978–3–943763–46–1

2 Schreibmaschinen,


1 Papier



2 Schreibmaschinen werden während der Residency »Performing the BMC Archive« im Hamburger Bahnhof in Berlin auf einen Tisch gestellt. Ein langes Blatt Papier wird einerseits und dann andererseits in beide Geräte eingezogen. Während der Öffnungszeiten von Dienstag bis Samstag wird den Museumsbesuchern ein Platz angeboten. Die Tastenklänge meines Gegenübers bringen mich zum warten, und antworten. Manchmal überschneiden sich die Passagen.





»2 Schreibmaschinen, 1 Papier« / Performance in der Installation von Arnold Dreyblatt / Residency Hamburger Bahnhof / Berlin / 2015

The world is to see something and tell



Zuerst 2 gleiche Teile arbeiten. Je 39 M in Beige anschlagen und im Grundmuster I erst 4 R beige, weiter nach dem Einstrickmuster die 23 R arbeiten dann 9 R beige stricken und die 1.– 23. R noch 1 x anfügen, dabei die roten M jetzt marine und die marine M rot stricken. Danach noch 5 R in Beige stricken. Danach noch 5 R in Beige stricken und in der letzten R beidseitig die Randm abketten = je Rolle





»The world is to see something and tell« / Performance mit Marker und Papier / 70 x 100 cm / Residency »Performing the BMC Archive« Hamburger Bahnhof / Berlin 2015

Nachtstücke



Die »Nachtstücke« ist ein Erzählzyklus aus acht fantastischen Geschichten, die in zwei Teilen 1816 und 1817 veröffentlicht wurden. Hoffmann beschreibt in dieser Sammlung die dunkle Seite der menschlichen Psyche.

Mit einer Breitfeder und blauer Tinte übersetze ich am Leuchttisch das Eine in das Andere.





»Nachtstücke« / Buchgestaltung / Studienprojekt Wintersemester — Sommersemester 2016 / Auflage: 1 / Betreut von Prof.in Annette le Fort und Prof. André Heers

Recording Places



Schichten von Klängen und Geräuschen ergeben eine Komposition, die wir im Englischen als ›traffic‹ bezeichnen. Diese Komposition variiert räumlich und zeitlich. Aufgenommene Impressionen dienen dazu die vorgefundene Atmosphäre mit Hilfe eines Stiftes zu visualisieren und klangliche Strukturen von Organismen zu transkribieren. Inspiriert von einem Interview mit John Cage in seinem Appartement 1991 in New York werden Plätze in drei Städten übersetzt.





»Recording Places« / Magazinbeitrag / Studienprojekt Wintersemester 2015 / Herausgegeben von Sven Lütgen, Muthesius Kunsthochschule (Kiel) / ISBN 978–3–943763–39–3

Ziran / Nature – Art, Nature and Ethics



Der Katalog–Band erscheint zur Ausstellung »Ziran / Nature – Art, Nature and Ethics« mit Beiträgen chinesischer und deutscher KunsthistorikerInnen, KünstlerInnen und SinologInnen in englischer Sprache.

Die Ausstellung zeigte Arbeiten junger KünstlerInnen, die im Rahmen einer Kooperation der Muthesius Kunsthochschule, Kiel, mit der South China Normal University, Guangzhou, entstanden sind. Die Studierenden setzen sich in ihren Werken mit dem chinesischen Begriff »Ziran« (dt.:Natur) auseinander. Er kann sich sowohl auf die Natur als Teil des Kosmos beziehen, wie auf die eigene innere Natur.

Während unterschiedliche Papiergrammaturen, von leicht bis stark, haptisch erfahrbar werden, entsteht ein Layout im Wechselspiel von Symmetrie und Asymmetrie.





»Ziran/Nature – Art, Nature and Ethics« / Publikation 2015 / Entstanden in Zusammenarbeit mit Marta Abadi / Herausgegeben von Antje Majewski, Christiane Kruse, Raum der Publikation, Muthesius Kunsthochschule (Kiel), Sternberg Press (Berlin) / fonts: Walbaum, DTL Documenta / ISBN 978–3–956791–29–1

Wörterbuch der Winde



Das »Wörterbuch der Winde«, ein Essay der Russin Yvetta Gerasimchuck, handelt von Wahrnehmung der Zeit. In dieser Interpretation ist der gesamte Text auf den Vorderschnitt des Buchblocks gedruckt. Sobald die in senkrechte Textebenen und einzelnen Buchstaben unterteilten Passagen ruhen, kann der Inhalt des Wörterbuchs durch einen Leser gelesen werden. Fotografien der Winde, die unter Langzeitbelichtung archiviert wurden, sind zwischen die Seiten gelegt.





»Wörterbuch der Winde« von Yvetta Gerasimchuck / Buchgestaltung / Studienprojekt Sommersemster 2014 / Betreut von Prof.in Annette le Fort und Prof. André Heers

Das Sein und das Nichts



»Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.«


Der Satz Sartres zum von ihm begründeten Existentialismus aus seinem Werk »Das Sein und das Nichts« fasst radikal zusammen wozu wir als Menschen in der Welt bestimmt sind.

Diese Buchneugestaltung bewegt sich an den Grenzen dessen, das unsere Freiheit hervorbringt: dem Nichts. Aber das Nichts ist nicht. Das Nichts gibt es nur an der Oberfläche des Seins. Indem Entscheidungen in Situationen getroffen werden, geben wir seinen Sinn an. Der Mensch befindet sich in einem Prozess, der anhält, und der hinterfragt werden kann. Diese Arbeit ist etwas Endliches im Unendlichen.





»Das Sein und das Nichts« von Jean–Paul Sartre / Buchneugestaltung / Bachelorthesis Wintersemester 2014 / Betreut von Prof.in Annette le Fort, Prof. André Heers, Prof.in Dr. phil. habil. Petra Maria Meyer / font: Baskerville

Ephemer: Symposium



»L’éphemère est éternel« /

»Das Vergängliche währt ewig«


Das jährliche und interdisziplinäre Symposium der Muthesius Kunsthochschule in Kiel untersuchte 2012 das Ephemere.

Das dafür entworfene Plakat besteht aus einem schwarzen Rechteck auf empfindlichem Material, das durch Einwirkung Spuren sichtbar machen lässt. Studierende aller Studiengänge der Kunsthochschule wurden gefragt die Plakate nach ihren Vorstellungen zu falten und einen Tag in ihrer Tasche bei sich zu tragen. Als Resultat wurden Variationen von Plakaten geformt.





»Ephemer: Symposium« / Plakatgestaltung 2012 / Entstanden in Zusammenarbeit mit Geela Eden, Mira Jessen, Jan-Peter Thiemann / Betreut von Prof.in Annette le Fort

einblick/ausblick


2012 stellten Studierende der Muthesius Kunsthochschule ein letztes Mal vor dem Umzug in neue Räumlichkeiten ihre Arbeiten aus.

In den veröffentlichten Plakaten wird die Idee vom Verlassen eines Ortes und dem Zusammentragen von Objekten verfolgt. Interessierte und Passanten konnten Karten einer perforierten vierteiligen Plakatserie entfernen. Auf einer Seite waren die Informationen zur Ausstellung zu finden.

Ein täglich aktualiserter Copy–Katalog mit Fotos der letzten Tage zeigt Impressionen vor Ort. Kopierte Blätter wurden in den unterschiedlichen Ausstellungsräumen auf Papierstapel gelegt.





»einblick/ausblick 2012« / Erscheinungsbild & Ausstellungskonzept / Entstanden in Zusammenarbeit mit David Beyer, Geela Eden, Annika Ehmsen, Carina Hofmann, Marta Abadi, Elena Schmidt-Bachaly, Elliot Silva / Betreut von Prof.in Annette le Fort und Prof. André Heers

Scriptings #27: Fragile Exhibition



Flüchtig das soeben noch Dagewesene. Warten die beiden Steine bis wir wieder kommen? Und die Ukulele, Serviette, Kette oder das Haar? Im Kopf verwahrt, was sich als Abbild zeigt auf der Netzhaut. Das Auge macht das, und wandelt die Punkte zu einer dichten Fläche um. Hör mal wie sie klingen. Im Bewegten aus der Bewegung in einer Sequenz von Ausdrücken einfangen, was zuvor gedacht. Wir verabschieden uns dankend, falzen die Erinnerung auf DIN A2 in einer geeigneten Faltung bis sie in zumutbarer Ordnung in einer Mappe gesammelt werden kann. Jeder jede.





»Scriptings #27« / Konzept 2012 / Entstanden in einem Workshop mit Achim Lengerer / Auflage: 300 Stück / ISBN 978–3–943763–01–0